Der Zusammenhalt macht unsere Gemeinde lebenswert

Petra Gebhard
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6971 Hard

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Petra Gebhard leitet das Flüchtlingscamp im ehemaligen Gasthaus Löwen und sie ist Obfrau des Faschingsvereins Wealloruschar. Die Rot-Kreuz Mitarbeiterin erzählt, wie sie den Zusammenhalt in der Gemeinde erlebt. Vergangenen August hat das Rote Kreuz eine Flüchtlingsunterkunft im „Löwen“ eingerichtet.

Das ehemalige Gasthaus war in keinem bewohnbaren Zustand, nehme ich an?
Das ist richtig. Erst durch das Engagement vieler Privatpersonen und Unternehmer ist der Löwen zu einer angemessenen Unterkunft geworden. Bemerkenswert ist, wie schnell das alles ging. Innerhalb von sechs Wochen war das ganze Gebäude saniert, die Zimmer bezugsfertig. Das hätte nie funktioniert, wenn die beauftragten Firmen nicht unserem Projekt den Vorrang gegeben hätten. Auch der Bürgermeister stand von Anfang an dahinter, dass Hard den Flüchtlingen mit Respekt begegnet, auch und vor allem, was ihre Wohnsituation betrifft.

Ein schönes Sinnbild für den Zusammenhalt in der Gemeinde?
Ich denke schon, ja. Vor allem, weil das nicht nur ein spontaner Akt der Hilfsbereitschaft war, sondern eine Einstellung, die ich auch aus einem anderen Bereich des Dorflebens kenne. Im Verein Wealloruschar, dessen Obfrau ich bin, sind wir bei vielen Projekten auf freiwillige Unterstützung angewiesen. Wenn wir zum Beispiel den Weihnachtsmarkt veranstalten, was jedes Jahr ein großer Aufwand ist, kommen Männer vom Feuerwehrverein, die uns bei den Aufbauarbeiten helfen. Umgekehrt ist es dasselbe: Wenn die Harder Feuerwehr ein Seefest veranstaltet, helfen wir natürlich mit, wo wir können.

Funktioniert dieser Zusammenhalt auch zwischen den Wirtschaftstreibenden und den Vereinen?
Absolut. Wirtschaft und Vereine profitieren ja voneinander. Wenn der Weihnachtsmarkt stattfindet, ist die umliegende Gastronomie gut besucht. Wenn ich für diesen Markt etwas brauche, zum Beispiel Tassen, stellt mir das der Handel zur Verfügung. Ich lebe gerne in einem Ort, in dem sich die Leute kennen und einander unterstützen. Das macht Hard lebenswert.

Was wünschst du dir für deinen Heimatort?
Es wäre schön, wenn Hard noch vitaler wäre. Veranstaltungen wie der Abendtörn, der mir sehr gut gefällt, sollte es öfter geben. Wir haben ein schönes Kulturangebot in Hard, mit der Kammgarn, dem Literaturfestival, dem Hard-Movie. Wenn es noch mehr Lokale gäbe, in denen man vor oder nach einer Veranstaltung etwas trinken kann, hätte ich nichts dagegen.

Danke für das Gespräch.

Das hätte nie funktioniert, wenn die beauftragten Firmen nicht unserem Projekt den Vorrang gegeben hätten ...